Peter Gehrisch

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Während andere Autoren durch mühsames Arbeiten das letzte bisschen Lebenssaft aus ihren Texten herausdestillieren, ist Gehrisch etwas Erstaunliches gelungen: ein wissentlich verwirrendes, im besten Sinne groteskes Buch von bemerkenswerter sprachlicher Klarheit und Raffinesse und der Klugheit eines Dichters, der sich im Alter die Verrücktheit leistet, weise zu sein.

Undine Materni, Sächsische Zeitung, 22.01.2013

 

Schon nach den ersten Seiten merken wir, dass wir es mit einem außergewöhnlichen Stück Literatur zu tun haben. (…)Ein literarisches Gegenbild zu einer nur scheinbar sicher gefügten Welt, ein  Plädoyer für stetigen Wandel und die Kraft der Phantasie.

Tomas Gärtner, Dresdner Neueste Nachrichten, 15.01.2013

 

Es ist eine Weltbeschreibung.

Ralf Julke, Leipziger Internetzeitung, 01.01.2013

 

Peter Gehrisch folgt in seiner exzellenten Übersetzung so detailgenau, wie es eben möglich ist, dem Original, Norwids eigenwilliger Diktion, die im Poem zu gipfeln scheint, ebenso wie dem Rhythmus des Textes, ohne dass die deutsche Fassung, obschon ebenso sperrig wie das polnische Original, an Lesbarkeit verliert. Dennoch enthält er sich jeder Wörtlichkeit und schafft eigenständige wie überzeugende übersetzerische Lösungen.

Bettina Wöhrmann in OSTRAGEHEGE, Dresden, Heft 67, Jg. 2012

 

In einer Ausgabe des Leipziger Literaturverlages (Leipzig 2012) ist zum ersten Mal in so großem Umfang ein Gedichtband von Cyprian Kamil Norwid erschienen in einer grandiosen Übersetzung von Peter Gehrisch

Mieczyslaw Orski, ODRA, Wrocław, Heft 10/2012

 

„Gehrischs Roman entpuppt sich als bilderpraller Schelmenroman. Ganz wunderbar ist der genüßliche Sarkasmus von Gehrischs Stil. Der pädagogische Frischling profiliert sich als Homme à femmes, entdeckt an der Pionierleiterin schöne Brustkegel und testet an ihr die Verrenkungsfähigkeit parteieigener Körperteile.”

Stuttgarter Zeitung, 27.3.2004

 

„Der Autor Peter Gehrisch schreibt einen großartigen Schelmenroman. ... Dieser Roman ist als sprachlich unglaublich opulentes, kluges, komisches, ernsthaftes, wagemutiges Stück Literatur ein würdiges Geschenk an die Stadt Dresden zu ihrem Jubiläum.“

Undine Materni, Sächsische Zeitung, 28. 01. 2006

 

Der Titel des Bandes, ‚Wortwunder Vers’, dem Gedicht ‚Spechttrommel’ entnommen, bringt den unaufhebbaren Kontrast von lyrischem Melos und der verletzenden Misere der Realität, den Zauber und das Elend, aus dem Peter Gehrisch heraus dichtet, zwingend auf de Begriff.

Helmut Ulrich in die horen, Heft 203 (2001)

 

Denn Norwid gilt als der bedeutendste literarische Vertreter der polnischen Moderne. ... Im deutschsprachigen Raum ist er bis heute ein weithin Unbekannter. Kein Wunder, gilt er doch als äußerst schwer zu übersetzen. Umso größer das Verdienst des Dresdner Schriftstellers und „Ostragehege“-Redakteurs Peter Gehrisch: Er hat sich dieser kniffligen und langwierigen Übersetzungsarbeit unterzogen und uns diese Gedichte in einer repräsentativen, zweisprachigen Auswahl zugänglich gemacht.

Tomas Gärtner in: Dresdner Neueste Nachrichten, 13. Juni 2004

 

Begeben wir uns mit ihm auf solche Erkundung, vernimmt man zuerst diesen Ton, der nur ihm zugehört, Dissonanz, gebrochen zwischen Sehnsucht und Statement, Wehmut und Realitätssinn, Stimme, mit einem leisen Humor als Hinter-Halt, der sich nur hin und wieder in einer bravourösen Zirkusnummer auf die Viehsionomik der Kunst macht und erst bei einem Neustädter Karneval kräftig Kobolz schießt Wo ich sitz / Der Erz-Narr / ... / Du hast Glück / Den Schlüssel hält der Schelm / Am Arsch.

Gerhard Wolf in: Poet’s Corner 19, Peter Gehrisch, Berlin 1993

 

Selten wurde die Bombardierung Dresdens so sprachmächtig in einem Bilderrausch beschrieben.

Uta Beiküfner über „Hans-Theodors Karneval“ in: Berliner Zeitung, 24. 08. 2006

Mit Sicherheit sieht Peter Gehrisch - außer der Vision, die sein Werk bestimmt - in Norwid eine intellektuelle Tiefe und einen Inhalt, dessen philosophische Elemente gleichzeitig die Fähigkeit zum poetische Sprechen zeigen, die er anstrebt. Beachtung sollte dabei finden, dass er das mit großem Bewußtsein für die Hierarchie der Elemente tut, die der Poesie Norwids eigen sind, auf die er indes in Fällen verzichtet, wo dies erforderlich wird und wo anstelle des Reimes und Wohlklangs eine größere Bedeutung erreicht werden kann.

Jacek Scholz, Studien zur Norwidiana, Lublin 2005